2. Kenia Jambo Marathon
13. November 2005

Start um 5.30 Uhr
  Bericht von Petra Schneider  
Ansprache vorm Start

Als wäre es gestern gewesen, fast auf den Tag genau fand der 2. Jambo Marathon in Kenia statt. Diese Reise war ein unvergeßliches, wunderschönes Erlebnis und mein Gedanke war, nächstes Jahr bist du wieder dabei.

Nudelparty & Marathon
Samstags gab es die obligatorische Nudelparty, leckere Spaghetti mit Soße, mmh, viel Kraft tanken für den nächsten Tag.

Am Sonntag hieß es für alle Läufer, früh aufstehen. Nach dem Frühstück wartete ein Bus auf die Teilnehmer, zusammenmit den Nicht-Läufern ging´s Richtung Startlinie, etwa 10 min vom Hotel entfernt.
Gruppenbild vorm Start
Bus vorm Hotel
Glückwunsch vorm Start Langsam am ging die Sonne auf, vor dem Start gab es noch eine kleine Ansprache vom Member of Parlament Lucas Maitha sowie vom Permanenten Sekretär des Vizepräsidenten von Kenia, Mr.Awori und DC von Malindi.

6:25h Ortszeit fiel der Startschuss, nur gedanklich, es ging alles so schnell, das ich nicht mal die Stoppuhr auf “0” schalten konnte, war wohl die Aufregung (kommt schon mal vor).
Laufequipment
     
 
Statistik
Gesamtteilnehmer 105 Läufer, davon 9 Frauen und 96 Männer.
11 deutsche Teilnehmer davon 9 Männer und 2 Frauen.
96 kenianische Teilnehmer davon 89 Männer und 7 Frauen. 7 Teilnehmer haben den Lauf abgebrochen oder sind nicht angetreten.

Mein Blick fiel auf die Füße der Läufer, mit Asics, Adidas, ect sowie Flip-Flop´s (Zehen- sandalen) und Barfuss war alles vertreten. In Europa Barfuss zu laufen, undenklich, zu viel Asphalt.

Kenianer verbringen ihre Kindheit barfuss, sie bewegen sich auf warmer Erde, das stärkt die Füße. Davon abgesehen, die meisten kenianischen Läufer leben an der Armutsgrenze und haben kein Geld um sich Ascis & Co. zu leisten.
Läuferin vorm Start
  Zieleinlauf
Bei KM37 ging es schleppend voran, der sandige Boden und meine schweren Beine, ließen mich nur langsam vorwärts kommen. Eigentlich müsste bald die 40er Marke kommen, dachte ich. Die letzten Kilometer zogen sich noch etwas in die Länge.
Werner kurz vorm Ziel
Dem Ziel näher Dann endlich sah ich das Ziel, noch 200 Meter. Von weitem konnte man die Leute schon jubeln hören, einige liefen mir entgegen, einer von Ihnen drückte mir die Deutschlandfahne in die Hand, mit dieser lief ich ins Ziel (als erste Frau ankommend)und lies mich feiern wie auch alle anderen Finisher. Meine Zeit 04:15:21h. Der erste Läufer, ein Kenianer kam mit 2:43:00 ins Ziel. Wow, Klasse Leistung.  
  Jeder Läufer erhielt sofort nach Zieleinlauf seine Medaille, anschließend eine Massage, danach war duschen angesagt. Die Duschvorrichtungen wurden extra für die Marathonläufer gebaut und wurden nach den Festlichkeiten in Toiletten umgebaut. Finish Line
Zuschauer
Seele von Malanga

Feierlichkeiten
Den Zuschauern wurde ein tolles Rahmenprogramm geboten. Extra für die Marathonveranstaltung studierten die Schüler und Lehrer viele verschiedene Tänze und Gesänge ein. Über Stunden wurde ein tolles Programm präsentiert. 
Angefangen mit kleinen Kindern im Alter von 4-7 Jahren, sie hatten kleine Baströckchen an und tanzten nach dem Takt der Trommeln. Andere führten Akrobatik vor, und immer wieder Gesang und Tanz, bis hin zu Erwachsenen ein tolles Programm.
Gäste im Rausch
Marathon Kommitee
Aufnahme Ältestenrat Der Held & und seine Braut
Die Organisatoren des Marathons und auch Mitgründer der Kenia-Kinder Hilfe e.V. Mathilde & Lutz Krücke wurden besonders geehrt, sie wurden in den Stamm der älteren Giriama´s aufgenommen, aufgrund dessen, dass die beiden so viel Engagement und Einsatz für diesen Ort und für die Gemeinde geleistet haben. Das ist eine besondere Ehre da nur der Ältestenrat dies entscheiden und dem zustimmen kann.
„Ngumbao“ ist ein Kämpfer, Sieger, Eroberer, wer von Deutschland nach Kenia mit dem Auto (Landrover) fahren kann, muss ein Held sein (hiermit war Lutz Krücke gemeint, er war zwei Monate mit Sohn Lars unterwegs).
Die Frau von diesem Mann heißt Dama (Mathilde Krücke). Beide bekamen ein schickes, afrikanisches Outfit und erhielten dabei die afrikanischen Namen

Ngumbao & Dama“ verliehen.
 
  KKH Oberursel - Bemerkenswert
Nochmals auf das Kenia-Kinder-Hilfsprojekt zurückzukommen. Die Spendengelder fließen direkt in die Projekte, bei dem Schulen unterstützt und gebaut werden. Letztes Jahr war es die Schule in Viriko.
Dieses Jahr Malanga, zusätzliche Schulgebäude wurden für diese Kinder erbaut, eine Bibliothek ist gerade im Bau u.u.u.
Das nächste, großartige Projekt der Kenia-Kinder-Hilfe (KKH) wird der Bau von Waisenhäusern in Langobaya, Kenia sein. Dort sollen langfristig über 50 Waisenkinder aller Altersklassen untergebracht werden, die bis zum Schulabschluss und einer Ausbildung ein Zuhause erhalten, um später ihr Leben selbst in die Hand nehmen zu können.
Ein Kindergarten und eine Vorschule für alle Kinder aus der Gemeinde sollen dort auch entstehen.
Das Motto der KKH = "Hilfe zur Selbsthilfe"

Jambo & Kwaheri ( auf Wiedersehn )

Petra Schneider

 
   
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