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1. Bericht vom 10.04.09: die ersten Wochen in Langobaya
Alles ging extreme schnell für mich. Gerade noch sieben Monate in Irland, dann grade 12 Tage zuhause in Köln. In denen alles vorbereitet werden musste und dann am 03.03. von Frankfurt über Kilimanjaro nach Mombasa. Da war nicht viel Zeit sich mental vorzubereiten. Klar hat mich da das Pass-auf-dich-auf, was mir alle auf den Weg gegeben haben beeinflusst. Ein mulmiges Gefühl hatte ich also schon, als ich im Flieger saß. Man liest, hört und sieht ja viel über Afrika.
Doch meine Zweifel haben sich bereits in den ersten Tagen und Wochen schnell verflüchtigt. Am ersten Tag haben mich die Kinder an die Hand genommen und durch ihre „shamba“ (Garten) geführt. Auch die Mitarbeiter haben uns drei (2 weitere Praktikanten, Mira und Franziska) mit offenen Armen empfangen und herzlich willkommen geheißen. Schnell habe ich gelernt, dass sie immer ein offenes Ohr haben, für Fragen offen sind und dir helfen, wo sie nur können. Mindestens einer bringt uns jeden Abend zum „guest house“ (Gästehaus) und geht nicht, solange nicht alles in Ordnung ist.
Dank der Herzlichkeit der Menschen hier habe ich mich schnell akklimatisiert, eingelebt und mich zuhause gefühlt. |
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Die Verständigung mit den Kindern habe ich mir nicht so schwer vorgestellt. Sie antworten auf alles mit yes, auch wenn man fragt wie die Schule war. Das hat mich anfangs etwas enttäuscht. Doch jetzt nach 6 Wochen bemühen sich die meisten ein wenig Englisch zu sprechen. Einige sind sogar sehr gut! Und ich versuche mich mit Händen, Füssen und ein bisschen Swahili auch bei den Kleinen verständlich zu machen. Einfach ist das nicht, aber es wird besser.
Das Spielen bei den Temperaturen ist auch eine echte Herausforderung. Die Kinder lassen sich von der durchgehenden Hitze jedoch nicht aufhalten. Ich brauche zwischendurch immer mal ne Pause, aber das ist hier kein Problem, denn das macht hier jeder. Ich habe gedacht ich würde mich den ganzen Tag mit den Kindern beschäftigen. Die haben aber selbst eine Menge zu tun und können sich auch sehr gut alleine beschäftigen. Sie kennen ja gar nicht, dass da ein Erwachsener zum Spielen da ist! Wenn Zeit ist schlage ist etwas vor und alle sind gleich begeistert dabei. Sie lieben Gesellschaftsspiele, die sie nach eigenen Regeln spielen, Ballspiele, rechnen und malen aber auch gerne. |
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Wenn also keine haushaltlische Pflichten rufen, wird gespielt, was zu dritt einfacher ist, da man die Kinder auch mal in Gruppen aufteilen und sich besser um Einzelne kümmern kann.
Im ersten Monat stelle ich fest, dass fast alles anders ist als erwartet, aber keineswegs schlechter! Gewöhnt man sich erst mal an die kenianische Lebensart mit ihrer unendlichen Ruhe, großen Ausdauer und Geduld fühlt man sich hier sehr wohl.
Am letzten Dienstag sind nun Mira und Franziska abgereist und ich wohne alleine im guest house. Entgegen meiner Erwartungen ist es toll das erste Mal alleine zu wohnen auch wenn wir drei eine super Zeit zusammen hatten! Mit Beginn der Regenzeit gibt es hier aller Hand zutun und da kommt sicher keine Langeweile auf!
Ich bin gespannt auf die nächsten Wochen… |
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